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  Stenger, Ursula

Cover gross
  Die Welt als ein sich selbst gebärendes Kunstwerk
  Nietzsches Phänomen des Schöpferischen
  Philosophie Bd. 1
  268 S., Pb 15,4 x 22,8 cm
  € 29,70
  ISBN 978-3-7930-9134-9
   
  Zum Inhalt

Mit Nietzsche wird ein fundamentaler Umbruch im Entwicklungsgang des Menschen markiert. Seine Erfahrung des Nihilismus verweist auf das Ende einer unbedingten Vernunftgläubigkeit, den Zerfall moralischer Werte sowie eines einheitlichen Subjektes. Die Überwindung dieser Erfahrung geschieht durch das Phänomen des Schöpferischen. Der Mensch und die gesamte Wirklichkeit sind nicht vorausgesetzt, sie werden in einem schöpferischen Prozeß erst hervorgebracht, welchen Nietzsche aus dem Modell der Kunst gewinnt. Der Mensch als »Vielheit der Iche« ist auch nicht Ergebnis einer Bewußtseinsleistung, sondern wird in einem fundamentaleren Sinne gestaltet durch den »Leib« als der »großen Vernunft«, wobei auch das Naturgeschehen wie etwa Klima und Landschaft noch mitschöpferisch tätig ist. Es geht um den Prozeß der Selbstübersteigerung der gesamten Wirklichkeit, jenen Prozeß, den Nietzsche den »Willen zur Macht« nennt.

 
 
 
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