Die politischen Säuberungen des Lehrkörpers der Freiburger Universität nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges (1945 - 1957)

Die politischen Säuberungen des Lehrkörpers der Freiburger Universität nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges (1945 - 1957)

Buchbeschreibung:

Spätestens seit dem Frankfurter Historikertag 1998 hat die Forschung zur Wissenschafts- und Institutionengeschichte im Dritten Reich neue Impulse erhalten. Wurden Fragen nach der NS-Vergangenheit deutscher Hochschullehrer jahrzehntelang kaum gestellt, so zeigen jüngere Studien immer deutlicher, in welch erschreckendem Ausmaß der Wissenschaftsbetrieb in den Jahren 1933 bis 1945 von der nationalsozialistischen Ideologie und Politik beeinflußt wurde. In diesem Zusammenhang gerät auch die unmittelbare Nachkriegszeit stärker ins Blickfeld: Wie verlief nach 1945 die Entnazifizierung an den deutschen Hochschulen und wie setzten sich die Hochschullehrer mit dieser unbequemen Vergangenheit auseinander? In der bislang ersten Einzelstudie über die Entnazifizierung an deutschen Universitäten nach 1945 wird diesen Fragen auf der Basis neuen Quellenmaterials nachgegangen. Auch an der traditionellen Freiburger Universität, die durch die Widerstandstätigkeit des "Freiburger Kreises" den Ruf hatte, besonders anti-nationalsozialistisch zu sein, gab es in der Zeit des Dritten Reichs ein hohes Maß an politischer Verstrickung. Für die meisten politisch belasteten Hochschullehrer blieben die Säuberungen dennoch nichts anderes als eine Episode. Fast alle von ihnen wurden bis Mitte der fünfziger Jahre reintegriert oder mit allen Rechten emeritiert. (Die vorliegende Studie geht deshalb der Frage nach, woran die Entnazifizierung scheiterte und welche Faktoren, Motive und Mechanismen dazu führten, daß die Freiburger Universität nach 1945 keinen radikalen Bruch mit dem Nationalsozialismus, sondern einen Neuanfang mit den alten Eliten vollzog.)

  • Preis: € 50,20 (D)
  • Details: 419 S., Pb 15,4 x 22,8 cm
ISBN 978-3-7930-9314-5
Erscheinungsjahr: 2002
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