Erschriebene Tradition

Erschriebene Tradition

Adalbert Stifter oder das Erzählen im Zeichen verlorener Geschichten
Buchbeschreibung:

Lange Zeit galt unbestritten die Auffassung, das Erzählwerk Adalbert Stifters sei von biedermeierlich-konservativem Bewußtsein geprägt. Das gängige Vorurteil behauptete, Tradition sei in Stifters Werk allgegenwärtig. Dennoch ist in der literaturwissenschaftlichen Forschung der Begriff »Tradition« noch kaum untersucht worden. Dies hat sich die vorliegende Arbeit ebenso zur Aufgabe gemacht wie die Klärung der in jüngster Zeit äußerst widersprüchlichen Rezeption. Denn ganz im Gegensatz zur herkömmlichen These von der Antiquiertheit des Werkes sieht ein neuerer Forschungsansatz »Chiffren der avanciertesten Modernität«. Der Autorin gelingt es, zwischen den beiden scheinbar unvereinbaren Gesichtern der Stifter-Forschung zu vermitteln, indem sie die Traditionsbindung in den Dichtungen als genau jenes Textphänomen kenn-zeichnet, das die »modernen« Möglichkeiten und Aporien »biedermeierlichen Bewußtseins« dem Punkt ihrer größten Sichtbarkeit zutreibt. Der Traditionsbegriff erfährt hierbei eine gründliche, ergebnisreiche und differenzierte Klärung.

  • Preis: € 50,20 (D)
  • Preis: 397 S., Pb 15,4 x 22,8 cm
ISBN 978-3-7930-9164-6
Erscheinungsjahr:
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