Krebszelle und Zellenstaat

Krebszelle und Zellenstaat

Zur medizinischen und politischen Metaphorik in Rudolf Virchows Zellularpathologie
Buchbeschreibung:

In den letzten Jahren ist die Bedeutung von Metaphern in den Wissenschaften zunehmend in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Sie bildet auch den Ausgangspunkt für die vorliegende Studie über Rudolf Virchows Zellularpathologie. Am Beispiel der Krankheit Krebs wird gezeigt, daß Metaphern nicht erst bei der Popularisierung wissenschaftlicher Erkenntnisse, sondern bereits für die Theorieproduktion eine bedeutende Rolle spielen. Da Virchow den Körper als einen »Zellenstaat« entwirft, in dem die Zellen wie »Staatsbürger« zusammenleben, stellt sich vor allem die Frage nach den impliziten politischen Dimensionen seiner Krankheitstheorie. Neben den innerwissenschaftlichen Dynamiken von Metaphern werden auch die interdiskursiven Wechselwirkungen zwischen Zellularpathologie und Sozialpathologie im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert erkundet.

Eva Johach, geb. 1972, studierte Biologie und Kulturwissenschaften in Erlangen, Lüneburg und Berlin. Derzeit arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kulturwissenschaftlichen Seminar der Humboldt Universität Berlin an einem Forschungsprojekt über die Wissensgeschichte von Insektenstaaten.

  • Preis: € 49,20 (D)
  • Details: 379 S., 1 Abb., Pb 15,4 x 22,8 cm
ISBN 978-3-7930-9511-8
Erscheinungsjahr: 2008
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