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...leider zum größten Theile Bettler geworden...

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Organisierte Blindenfürsorge in Preußen zwischen Aufklärung und Industrialisierung (1806-1860)
Buchbeschreibung:

Auf der Grundlage bislang unbekannten Quellenmaterials werden erstmals die Anfänge preußischer und somit auch deutscher Blindenfürsorge zwischen Aufklärung und Industrialisierung beschrieben und in das politisch-gesellschaftliche Umfeld eingebettet. Die Untersuchung ist somit ein Beitrag sowohl zur Bildungs- und Medizingeschichte als auch zur Herausbildung des Subsidiaritätsprinzips in der Fürsorge. Auf Impulse der Aufklärung hin, insbesondere des Medikalisierungsprozesses, wird um 1800 das Konzept »Blindenfürsorge durch Blindenbildung« entwickelt und als eine der ersten preußischen »Reformen vor der Reform« im staatlichen Berliner Blindeninstitut umgesetzt. Im Zuge der Humboldtschen Bildungsreform sollten dann die preußischen Blinden- und Taubstummeneinrichtungen und damit das gesamte Sonderschulwesen in Deutschland auf Dauer etabliert werden. Doch die angestrebte Integration der Blinden durch eine liberal-neuhumanistische Bildungs- bzw. Fürsorgekonzeption wurde in der Praxis bis 1860 weitgehend verfehlt.

  • Preis: € 39,90 (D)
  • Details: 656 S., Pb 15,4 x 22,8 cm
ISBN 978-3-7930-9188-2
Erscheinungsjahr:
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