Wissenschaftliche Reihen

Schwerkraft und Leichtsinn

Schwerkraft und Leichtsinn

Kreative Zeichenhandlungen im intermediären Feld von Wissenschaft und Literatur
Buchbeschreibung:

Mit dem Konzept der universalen Schwerkraft entsteht ein kritisches Bewußtsein für die Zeichenhandlungen, die unsere Welt lesbar machen. Dabei lassen sich in der Neuzeit grundsätzlich drei Verfahren der Auslegung unterscheiden: Wird die Textur der Welt zunächst einer anagrammatischen Konjunktur unterzogen, damit sie einen Durchblick auf den Heilsplan des Schöpfers gewährt, bemüht sich die diagrammatische Methode darum, das Beziehungsgefüge der Welt als mathematsches Konstrukt zu erfassen und allgemeine Erklärungsschemata für die Mannigfaltigkeit der Erscheinungen zu entwickeln. Eben diese Schemata werden in der paragrammatischen Operation dekonstruiert, so daß die Welt - z.B. bei Nietzsche - als ein Ungeheuer an Kraft erscheint, dessen Partikulargewalten immer neue und andere Deutungsperspektiven eröffnen. Die Studie untersucht Texte von Swift, Sterne und Lichtenberg, Jean Paul, Musil und Benn, die in diesem Spannungsfeld angesiedelt sind. Indem sie zwischen den ana-, dia- und paradigmatischen Zügen in ihren Texten und der Ideengeschichte der Schwerkraft hin- und herläuft, veranschaulicht sie die display-Funktion des literarischen Diskurses.

  • Preis: € 62,00 (D)
  • Details: 481 S.
ISBN 978-3-7930-9413-5
Erscheinungsjahr: 2005
Zurück zur Übersicht

Ein Unternehmen der
Rombach Gruppe
 

Heinrich Rombach KG

Soziale Netzwerke
 

RSS Feed Widget